Der Video am Sonntag

Florence + The Machine – Big God

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Kühe sind gute Freundinnen

Kühe pflegen intensive soziale Beziehungen. Mit ihren besten Freundinnen teilen sie schon mal Tisch und Bett
Für den Menschen meist unsichtbar läuft innerhalb einer Kuhherde jede Menge Kommunikation ab. Nebst dem geräuschvollen Muhen, das unterschiedliche Bedürfnisse ausdrücken kann, lassen die Paarhufer in erster Linie ihre Körper sprechen. Eine Kuh, die den Kopf nach unten nimmt, führt eine Drohgebärde aus, eine Artgenossin, die den Kopf zur Seite streckt, lädt mit dieser Geste ein anderes Tier ein, ihr den Hals zu lecken.
Wen eine Kuh so nahe an sich heran lässt, der ist nicht nur als Dienstleister geduldet, sondern meistens ein Freund. Gibt eine Kuh ihre Distanz zu einem anderen Tier völlig auf, dann ist das mit einer Freundschaft gleichzusetzen, sagt der Schweizer Kuhexperte und ehemalige Biobauer Martin Ott. Er ist überzeugt, dass Freundschaften für Kühe mitunter wichtiger sind als verwandschaftliche Bande.

Calcio Storico

Das Spektakel Calcio Storico lockt just zur Fussball-WM die Massen an.
Freilich sind die Spielregeln gewöhnungsbedürftig: Je 27 Mann stehen sich für 50 Minuten auf einem Sandplatz gegenüber. Unterbrechungen gibt es nur, damit die Sanitäter auf den Platz können.
Zur Ehrenrettung der italienischen Nati-Kicker sei gesagt, dass das Spektakel in Florenz mehr mit Rugby als mit Fussball zu tun hat. Der Ball muss in das aufgespannte Netz des Gegners befördert werden. Es spielt keine Rolle, mit welchem Körperteil. Die Art und Weise ist ebenso egal, weil es so gut wie keine Regeln gibt, Blut fliesst und Knochen brechen.
In Florenz existiert der Calcio Storico mindestens seit dem 15. Jahrhundert. Das erklärt, warum die Spieler heute noch in Kostümen der Renaissance auflaufen – nicht aber, weshalb das Spektakel in der Touristengunst direkt hinter dem Palio in Siena rangiert. Man hofft inständig, dass die Besucher in erster Linie kommen, um Florenz zu erkunden und nicht um das Blut spritzen zu sehen.

Gefrässige Ratte im Bancomaten

Ein Bankautomat im Nordosten Indiens wollte kein Geld mehr ausspucken. Angestellte fanden die Ursache dafür in der Maschine: eine einst gefrässige tote Ratte. Sie habe Banknoten im Wert von mehr als einer Million Rupien (mehr als 14 000 Euro) zerstört, teilte die Polizei mit. Die Ratte sei im Distrikt Tinsukia vermutlich durch eine Öffnung für Kabel in den Geldautomaten geschlüpft und habe zahlreiche Banknoten im Wert von 200 und 500 Rupien an- oder aufgefressen.

Eisbär darf in den kühlen Norden

Der letzte Eisbär in einem südkoreanischen Zoo zieht in den Norden Englands um, um nicht mehr der schwülen Sommerhitze Asiens ausgesetzt zu sein. Derzeit lebt der 23 Jahre alte Tongki im Everland-Tierpark am Rande von Seoul. Im November soll er in den Yorkshire Wildlife Park gebracht werden. «Ich hoffe nur, dass er seine letzten Lebensjahre glücklicher und in einer besseren Umgebung verbringt», sagte sein Wärter Lee Kwang Hee.

Interpol rettet 31’000 Tiere aus illegalem Handel

Im Kampf gegen Wildschmuggel sind bei weltweit koordinierten Aktionen über 31’000 Tiere sichergestellt worden. Polizei, Grenzkontrolleure sowie Tierschutz-, Wald- und Umweltbehörden in 92 Ländern waren an der Razzia mit Codenamen «Thunderstorm» (Gewitter) beteiligt.
Wie das Sekretariat des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (Cites) in Genf mitteilte, retteten sie ausserdem 48 lebende Primaten und 14 Grosskatzen, darunter Tiger, Löwen, Leoparden und Jaguar. Etwa 1400 Verdächtige seien bei den Aktionen im vergangenen Monat festgenommen worden.
Ausserdem seien 43 Tonnen Fleisch etwa von Bären, Elefanten, Walen und Krokodilen konfisziert worden, sowie 1,3 Tonnen Elfenbein und tonnenweise geschütztes Holz. Die Aktion habe die internationale Polizeiorganisation Interpol zusammen mit der Weltzollorganisation koordiniert.