Mantarochen bat Taucher um Hilfe

Auf Filmaufnahmen ist zu sehen, wie sich ein verletzter Mantarochen dem Unterwasserfotografen Jake Wilton näherte. Der tauchte mehrfach zu ihm ab und entfernte Angelhaken. Danach verschwand der Rochen wieder in den Weiten des Meeres vor Westaustralien. «Ich führe öfter Schnorchler durch die Gegend, und es war so, als ob er mich wiedererkennen und mir vertrauen würde», sagte Wilton.

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Mehr als einfach nur Gemecker

Ziegen äussern ihre Empfindungen durch Veränderungen ihrer Tonlage beim Meckern. Das nehmen auch ihre Artgenossen wahr.
Forscher haben die Gefühlsäusserungen von Ziegen erforscht. Sie spielten mehreren Tieren zwei zuvor aufgenommene Arten von Meckern anderer Ziegen vor: eine fröhliche und eine traurige Version. Anschliessend untersuchten sie die Reaktion der Tiere.
Um das fröhliche Meckern aufzunehmen, hatten die Wissenschaftler sich Ziegen mit Eimern voller Futter genähert. Die traurigen Töne erhielten sie von Tieren, die den anderen beim Fressen zuschauen mussten, ohne etwas abzubekommen.
Nach den Aufnahmen schritten die Forscher zum eigentlichen Versuch mit den Wiederkäuern und spielten ihnen abwechselnd die traurigen und die fröhlichen Aufnahmen vor. Änderte sich die Tonlage, blickten die Ziegen auf und gerieten in Bewegung.
Auch der Puls der Tiere veränderte sich, je nachdem, welche Aufnahme sie vorgespielt bekamen. Dieses Verhalten lässt der Studie zufolge darauf schliessen, dass sie in der Lage sind, die Emotionsschwankungen ihrer Artgenossen wahrzunehmen.
Emotionen durch Lautgebung auszudrücken und den Gefühlszustand von Artgenossen wahrzunehmen helfe dabei, den sozialen Zusammenhalt der Gruppe zu stärken.
Die Untersuchungen sind von grosser Bedeutung für das Tierwohl auf Bauernhöfen Wenn mehrere Ziegen betrübt seien, würden sie andere mit der schlechten Laune anstecken.

Wo die wilden Tiere wandern

Tiere sind ständig in Bewegung. Etwa 50 Milliarden Zugvögel machen sich jedes Jahr auf die Reise in ihre Winterquartiere. 1,3 Millionen Weissbartgnus wandern auf der Suche nach frischem Gras jährlich 3000 Kilometer durch afrikanische Savannen. Und Buckelwale schwimmen jedes Jahr zwischen ihren Paarungsgebieten in tropischen und subtropischen Gewässern und ihren Fressgebieten in den polaren Meeren hin und her. Mit dem Projekt Icarus (International Cooperation for Animal Research Using Space), das an diesem Mittwoch nach 18-jähriger Vorbereitungsphase startet, wollen Wissenschaftler endlich einen Überblick über das ständige Hin und Her gewinnen.
Am Mittwoch wurde die Icarus-Antenne aktiviert, die zwei russische Kosmonauten vor einem knappen Jahr an der Aussenseite der Raumstation angebracht haben. Die Antenne soll Daten von Minisendern empfangen, die Biologen auf dem Rücken verschiedener Tierarten angebracht haben.

Die Arktis brennt

Die Hitzewelle in Europa mag vorerst vorbei sein, in der Arktis wütet sie weiter. Die Folge sind die schlimmsten Wald- und Tundrabrände, die diese Region jemals erlebt hat. Zwar sind Brände auch in der Arktis im Sommer normal, sie gehören zum natürlichen Zyklus des Ökosystems dazu. Aber dass sie auf so grossen Flächen auftreten, so früh im Jahr und so weit nördlich, macht Wissenschaftler fassungslos.
Mit Temperaturen von 30 Grad und mehr bricht unter anderem der US-Bundesstaat Alaska alle bisherigen Rekorde. Schon im Juni war es so warm wie noch nie in diesem Monat, auch der Juli ist bislang enorme sieben Grad Celsius heisser als üblich. Die Hitzewelle hat ausgetrocknete Wälder hinterlassen, die hohen Temperaturen treiben Brände noch zusätzlich an.